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Fachplanung

Thermografie

Thermografie Messmethode der Zukunft

Thermografie

Die Thermografie ist eine bildgebende Messmethode die im Bauwesen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Das Feld möglicher Anwendung ist sehr groß und bei weitem noch nicht ausgenutzt. Sie wird zunehmend
auch zur Überprfung der ordnungsgemäßen Bauausführung im Baugewerbe eingesetzt. (Bauthermografie)
Sie kommt als Innenthermografie und als Außenthermografie zum Einsatz.Es ist eine sehr gute Möglichkeit,
Baufehler zerstörungsfrei und sehr eindrucksvoll nachzuweisen.

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Besonders optimal ist eine gleichzeite thermografische Untersuchung der Gebäudehülle in Verbindung mit einem Blower-Door Test (Luftdichttest)

Innen- und Außenthermografie, wann und wie?

Grundsätzliches:

Die Außenthermografie bestimmt grob den wärmetechnischen Zustand des Gebäudes, macht Wärmbrücken nach außen sichtbar.
Sie wird auch in dem Erkennen von Fachwerk in der Gebäudehülle eingesetzt.

Nicht geeignet ist die Außenthermografie bei hinterbelüftetem Vormauerwerk (Klinker) bzw. bei vorgehängten Fassaden. Ebenso bei erdberührten Bau-
werksteilen (Keller). Hier ist eine Innenthermografie Voraussetzung um Aussagen zu treffen.

Auch lassen sich viele thermische Schwachstellen nur mit der Innenthermografie feststellen und untermauern andere Messung die den
Blower Door Test (Luftdichtmessung) der Gebäudeaußenhülle im Unterdruckverfahren.

Jeweils 7 gute Gründe für die Außen- oder Innenthermografie sind hier aufgezeigt.

Außenthermografie

1. Planungsgrundlage bei der thermischen Sanierung von Gebäudeaußenhüllen.

2. Feststellen von Wärmebrücken

3. Feststellen von verdeckten Konstruktionsmerkmalen bei Neu-, Altbauten und
Baudenkmälern (Skelettkonstruktionen sichtbar machen)

4. Qualitätskontrolle bei (thermischen) Sanierungsmaßnahmen wie auch bei
Erstherstellung von Wärmeschutzmaßnahmen

5. Auffinden von Hohlstellen im Verputz (Wasserhinterwanderung)

6. Nachweis ob Auf- und Ablösungen von mehrschichtigem Fassadendämm-
systemen vorhanden sind.

7. Thermografie optimert erweitert, unterstreicht Befunde anderer Messmethoden


Innenthermografie

1.Funktionsüberprüfung der Wärmeverteilung bei Flächenheizsystemen(Fußbodenheizung, Wandheizungen)

2.Leckortung bei Leitungen (Rohrbrüche, Heizschlangen s. Punkt 1)

3.Bei hinterbelüfteten (abgehängten Fassade) und erdberührten (Keller)
Bauwerksteilen wird die Außenthermografie durch eine Innenthermografie
ersetzt.

4.Bewertung der thermischen Gesamtsituation einer Gebäudeaußenhülle bei
Risiken Schwitzwasserbildung, Schimmelbildung von besonderer Bedeutung.

5.Überprüfen Luftdichtheit der Gebäudeaußenhülle

6.Visualisieren von Dämmfehlern an der Gebäudeaußenhülle und
Rohrleitungssystem

7.Ein Beitrag zur Energieeffizienz


Bedingungen für eine Gebäudethermografie

  • Temperaturdifferenz zwischen innen und außen von >15K über einen
    Zeitraum von 12 Stunden, die Temperaturdifferenz sollte in diesem Zeitraum
    um nicht mehr als 30% differieren.
  • Das zu untersuchende Gebäude ist 12 - 24 Stunden vorher ausreichend zu
    beheizen, um die entsprechende Temperaturdifferenz zu erreichen.
  • Außenthermografie und Sonneneinstrahung. Hier muss die Messung vor
    Sonnenaufgang erfolgen. Möglichst bedeckter Himmel.
  • Die Innentemperaturenim Gebäude muss möglichst gleichmäßig sein.
    Die Innentüren aufstellen.
  • Bei Außenthermografie, Windgeschwindigkeit unter 3m/s.
  • Leckageortung Unterdruck im Gebäude /möglichst gleichzeitig
    Blower Door Test.
  • Bei Außenthermografie darf die Gebäudehülle nicht von Niederschlag
    (Regen, Schnee, Tau, Nebel) befeuchtet sein.
  • Gegebenenfalls innen Wände und Fenster von Gegenständen befreien
    ( Möbel, Gardinen usw.)
  • Umfang der Thermografie festlegen.